Eine einzige 15-Minuten-Spitze kann Ihre jährlichen Netzkosten verdoppeln — für das gesamte Jahr. Der Rechner zeigt Ihnen, wie viel Ihre aktuelle Lastspitze kostet und wie viel Sie durch automatisches Lastmanagement einsparen könnten.
Ihre Angaben
Auf Ihrer Stromrechnung als "Jahresleistungsmessung" oder "Maximale Leistung" angegeben
Ihre durchschnittliche Last während des normalen Betriebs
Entnehmen Sie diesen Wert Ihrer Netzentgelt-Abrechnung oder dem Netzbetreiber-Preisblatt
Jährliche Leistungskosten = Jahresspitzenlast × Leistungspreis. Grundlage ist das Netzentgelt (Leistungspreis), das auf die höchste gemessene 15-Minuten-Durchschnittsleistung des Jahres erhoben wird.
Mehrkosten durch LastspitzeMehrkosten = (Spitzenlast − Betriebslast) × Leistungspreis. Dieser Betrag zeigt, wie viel mehr Sie gegenüber Ihrer typischen Last bezahlen — verursacht durch kurzzeitige Peaks.
EinsparpotenzialErfahrungsgemäß lässt sich durch automatisches Lastmanagement 35–45% der Differenz zwischen Spitze und Normallast vermeiden. Der Rechner verwendet 40% als konservative Schätzung. Die tatsächliche Einsparung hängt vom Lastprofil und den verfügbaren schaltbaren Verbrauchern ab.
InvestitionsschätzungDie Investition wird aus der Spitzenlast abgeleitet: Aus der kW-Größe ergibt sich die typische Anzahl Messstellen (Hauptzähler + steuerbare Lasten). Kosten: 697 €/Messstelle inkl. Hardware (bei vorhandener Messtechnik 350 €/MST) zzgl. einmaligem Projekt-Setup (1.000–8.000 € je nach Größe).
AmortisationNettoinvestition (nach BAFA-Förderung) ÷ jährliches Einsparpotenzial = Amortisationszeit in Monaten.
Lastvergleich & Leistungskosten
* Schätzung basierend auf typischen Lastprofilen und einem konservativen Reduktionspotenzial von 40% der Spitzenlastdifferenz. Tatsächliche Einsparung abhängig von Lastprofil, Anlagenstruktur und verfügbaren Schaltobjekten.
Das 15-Minuten-Prinzip
Der Netzbetreiber misst Ihre Leistung in 15-Minuten-Intervallen. Der höchste Wert des gesamten Jahres bestimmt Ihren Leistungspreis — für alle 12 Monate. Eine Spitze durch gleichzeitigen Anlauf mehrerer Maschinen kann Ihre Netzrechnung dauerhaft erhöhen.
Starten mehrere Motoren, Kompressoren oder Öfen gleichzeitig, entstehen kurzzeitige Anlaufspitzen — oft das 3–6-fache des Nennstroms.
Beim Schichtwechsel werden oft viele Anlagen gleichzeitig aktiviert. Ohne Steuerung entsteht ein typischer "Morning Peak", der den Leistungspreis treibt.
Notfallläufe, Kompensationsproduktion nach Stillstand oder Ausfall von PV-Einspeisungen können unbemerkt zu Jahresspitzen führen.
Alligator überwacht Ihre Last in Echtzeit und greift automatisch ein, bevor eine kostentreibende 15-Minuten-Spitze entsteht.
Sekundengenaue Messung der Gesamtleistung am Netzanschlusspunkt. Das System berechnet permanent, wie weit Sie vom 15-Minuten-Mittelwert entfernt sind.
Bevor eine Spitze entsteht, werden schaltbare Verbraucher (Klimaanlage, Pumpen, Ladevorgänge, Prozesswärme) automatisch verzögert oder kurzzeitig abgesenkt.
Jede vermiedene Lastspitze wird dokumentiert. Sie sehen monatlich, um wie viel kW Ihre Spitze reduziert wurde — und was das konkret gespart hat.
Der Leistungspreis (auch: Netznutzungsentgelt Leistung) ist ein Teil Ihrer Netzrechnung, der nicht auf den Energieverbrauch (kWh), sondern auf die höchste gemessene Leistung (kW) erhoben wird. Der Netzbetreiber misst Ihre Last in 15-Minuten-Intervallen und multipliziert das Jahresmaximum mit dem Leistungspreis in €/kW·a. Typische Werte: Niederspannung 80–150 €/kW·a, Mittelspannung 40–90 €/kW·a. Das Problem: Eine einzige Spitze bestimmt die Kosten für das gesamte Jahr.
Der Leistungspreis gilt für alle Kunden mit einem registrierenden Lastgangzähler (RLM-Kunden). Das sind in der Regel Unternehmen mit einem Jahresverbrauch ab ca. 100.000 kWh (ab ~11 kW Anschlussleistung) oder auf Wunsch auch kleinere Betriebe. Viele mittelständische Unternehmen wissen gar nicht, dass ein erheblicher Teil ihrer Stromrechnung aus dem Leistungsanteil besteht — oft 20–40% der Netzkosten.
Das hängt stark davon ab, wie viele schaltbare Verbraucher im Betrieb vorhanden sind (Klimaanlage, Pumpen, Kompressoren, Ladeinfrastruktur, Prozesswärme). In der Praxis erzielen Betriebe mit Alligator typischerweise eine Reduktion der Jahresspitzenlast um 15–40% gegenüber dem unkontrollierten Betrieb. Der Rechner verwendet 40% der Differenz zwischen Spitze und Normallast als konservative Schätzung.
Ja — Alligator kommuniziert über Standardprotokolle (Modbus, M-Bus, OPC-UA, BACnet) direkt mit SPS-Steuerungen, GLT-Systemen und smarten Schaltaktoren. Der Eingriff erfolgt vollautomatisch, priorisiert nach von Ihnen definierten Regeln (z.B. Klimaanlage vor Prozesswärme absenken) und kann jederzeit manuell übersteuert werden.
Nein — das Regelwerk wird gemeinsam mit Ihnen definiert. Produktionskritische Anlagen werden vom Lastmanagement ausgenommen. Eingriffe erfolgen nur bei nicht-kritischen Verbrauchern (Heizung, Kühlung, Ladeinfrastruktur) und immer innerhalb vordefinierter Toleranzbereiche. Das System greift nur dann ein, wenn eine Spitze unmittelbar droht — und schaltet sofort wieder zurück.
In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir Ihren Lastgang und zeigen Ihnen, welche konkreten Einsparpotenziale realistisch sind.